Stärke und Verletzlichkeit: Die Führungskraft hinter der Rolle

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Ein Auszug aus dem entstehenden Buchprojekt Balanzielle Führung von Astrid Göschel M.A.

Hören Sie gerne in die Folge. Der Ton ist diesmal etwas eigen – der Inhalt sitzt. Und genau das zählt. Beim nächsten Mal ist auch die Technik wieder auf Punkt.

Ich weiss manchmal ehrlich gesagt nicht, ob ich das alles noch richtig mache.

Ein Vorstand. Mitte fünfzig. Zwanzig Jahre Fuhrungserfahrung. Und ein Satz, den er nicht geplant hatte.

Er wartete darauf, dass ich ihn wegmoderiere. Dass ich sage: Natürlich machen Sie das richtig. Sie haben doch Ergebnisse. Sie haben doch Erfahrung.

Ich sagte das nicht.

Ich sagte: „Das ist der ehrlichste Satz, den Sie heute gesagt haben.“

Was dann folgte, war kein Geständnis. Kein Kontrollverlust. Es war der Beginn von echter Führung.

Jetzt reinhören: ERFOLG DARF LEICHT SEIN | Folge 148 | 23. April 2026

Diese Folge des Podcasts ERFOLG DARF LEICHT SEIN ist Folge 148 — und ein Auszug (Teil II, Kapitel 6) aus dem entstehenden Buch Balanzielle Führung. Astrid Göschel liest das Kapitel Stärke und Verletzlichkeit. Es geht um die Führungskraft hinter der Rolle.

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Die Fassade der Unverwundbarkeit und, was sie kostet:

Führungskräfte lernen früh: Stärke zeigen. Unsicherheit verbergen. Wer zweifelt, schwächt die anderen. Diese Lektion sitzt tief. Und, sie ist eine Konstruktion.

Die Energie, die es kostet, dauerhaft unverwundbar zu wirken, fließt nicht in Führung. Sie fließt in Selbstdarstellung. Und irgendwann, wenn die Konstruktion bröckelt, wenn die Krise zu gross wird, wenn der Körper streikt, dann kommt heraus, was immer schon da war: ein Mensch.

Mit Zweifeln. Mit Grenzen. Mit der Frage, ob er das alles richtig macht.

Diese Frage ist nicht schwach. Sie ist menschlich. Und sie ist der Anfang von echter Führung.

Was Verletzlichkeit in der Führung wirklich bedeutet

Echte Verletzlichkeit in der Führung ist die Fähigkeit, sich zu zeigen, ohne sich zu verlieren.

Sie zeigt sich nicht im grossen Gestandnis. Sie zeigt sich im kleinen Moment:

  • Ich weiss das nicht – lass uns gemeinsam herausfinden.
  • Das war ein Fehler – und das ist mein Anteil daran.
  • Das bewegt mich.

Das sind keine Momente von Schwäche. Das sind echte Führungsmomente.

Die Dosierung ist das entscheidende Handwerk

Verletzlichkeit braucht nicht nur Mut. Sie braucht Handwerk. Drei Leitfragen helfen bei der Orientierung:

  • Dient es dem Team? Oder mir?
  • Öffnet es Raum? Oder schliesst es ihn?
  • Ist es konsistent? Oder situativ?

Gute Verletzlichkeit öffnet den Raum für Ehrlichkeit, für echte Gespräche, für Vertrauen. Sie ist eine Grundhaltung. Sie ist keine Technik.

Der Wendepunkt

Am Ende des Gesprächs sagte der Vorstand: Ich dachte immer, loslassen heisst verlieren.

Meine Antwort: Sie zeigen es nicht, um Autorität zu behalten. Sie zeigen es, weil es wahr ist.

Die Autorität, die dabei entsteht, ist die einzige, die wirklich trägt.

Das Buchprojekt: Balanzielle Führung

Dieses Kapitel ist ein Auszug aus dem entstehenden Buch Balanzielle Führung von mir. Ich schreibe von einem Führungssystem, das analytische Klarheit mit emotionaler Intelligenz verbindet und Spannungsfelder nicht auflöst, sondern produktiv macht.

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Für Interessierte: Vorläufiges Inhaltsverzeichnis und Klappentext (Entwurfstatus) anbei

Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich um KI-erstellte Aussagen im Geiste nach Curt Goetz. Dies wird im Buch auch klar angegeben. Echte Zitate dürfen nicht in einem Buch ohne Genehmigung verwendet werden.

Klappentext: Worum wird es gehen?

TEIL I: VOLLBREMSUNG

Warum das Gasgeben aufgehört hat zu funktionieren

Kap. 1  Das Tempo lügt

Kap. 2  Die Anatomie eines Spannungsfeldes

Kap. 3  Wenn das System uns führt statt wir das System

INTERMEZZO II

Curt Goetz über Systeme, die denken

Für alle, die mein Vorbild in Sachen Humor, Führung und Menschlichkeit noch nicht kennen, anbei einer meiner Lieblingsfilme (Dr. med. Hiob Prätorius gehört auch dazu!) des vielseitigen, intelligenten, stilsicheren Mannes, der gemeinsam mit seiner intelligenten, vielseitigen, stilsicheren und talentierten Frau Valérie von Martens die Welt erfreute.

TEIL II: BALANZ

Das neue Denkformat für Führung in Spannungsfeldern

Kap. 1  Von der Bilanz zur Balanz  —  Ein Paradigmenwechsel

Kap. 2  Nähe und Distanz  —  Das Spannungsfeld, das alles andere trägt

Kap. 3  Kontrolle und Vertrauen  —  Die Entscheidung, die keine ist

Kap. 4  Stabilität und Bewegung  —  Orientierung geben, ohne zu bremsen

Kap. 5  Ergebnis und Beziehung  —  Wenn Zahlen und Menschen sich streiten

Kap. 6  Stärke und Verletzlichkeit  —  Die Führungskraft hinter der Rolle

Kap. 7  Selbstführung und Fremdführung  —  Wer führt, wenn niemand hinschaut

INTERMEZZO III

Curt Goetz ueber Menschen, die sich selbst führen

TEIL III: HIGHSPEED MIT KURS

Selbststeuerung als Fuehrungskunst

Kap. 8  Der Mentale Boxenstopp® als Führungsinfrastruktur

Kap. 9  Wirkung messen, nicht Aktivität

Kap. 10  Auf Kurs bleiben, wenn alles driftet

ABSCHLUSS

Intermezzo IV  —  Curt Goetz — das letzte Wort

Nachwort  —  Was bleibt

Autorinvita  —  Astrid Göschel M.A.

Danksagung

Auch das Cover ist noch im Entwurfstatus. So könnte es (auch) aussehen.

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Bild von Astrid Göschel M.A.

Astrid Göschel M.A.

Seit 20 Jahren unterstütze ich Unternehmen und Unternehmer*innen dabei, ihre Ziele auf direktem Weg und gemeinsam mit allen Beteiligten zu erreichen. Heute bin ich in der Lage, eine Komplett-Lösung anzubieten, mit der meine Kund*innen gemeinsam mit mir systematisch den Weg vom Start- zum Zielpunkt gehen – messbar, nachvollziehbar und stets erfolgreich.

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