Vollbremsung ist das neue Highspeed (SongEssay)

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SONGESSAY von ASTRID GÖSCHEL M.A. | KI-generiert und lizensiert mit aimakesong.com

Warum Ruhe der eigentliche Wettbewerbsvorteil unserer Zeit ist

Alle rennen. Das ist die stille Grundannahme unserer Zeit: Wer nicht mithält, fällt zurück. Wer zögert, verliert. Wer bremst, ist raus.

Aber ist das wirklich so?

Genau diese Frage steht im Zentrum meines neuen Songs „Vollbremsung ist das neue Highspeed“ — und im Zentrum des Mentalen Boxenstopp®-Prinzips, mit dem ich seit Jahren Führungskräfte und Entscheider begleite.

Die Szene, die jeder kennt

Der Song beginnt mit einem Bild, das vermutlich jeder sofort vor Augen hat: eine Gruppe von Menschen, die rennt. Nicht, weil sie genau weiß, wohin — sondern weil Rennen der Normalzustand geworden ist. Und mittendrin: einer, der bremst. Der kurz stehen bleibt, Luft holt, während alle anderen weiterhetzen.

Die erste Reaktion der Gruppe ist Verwirrung. Was ist mit dem denn los?

Genau das ist der Moment, um den es geht.

In der Ruhe liegt die Kraft — keine Floskel, sondern Mechanik

„In der Ruhe liegt die Kraft“ ist einer dieser Sätze, die man so oft gehört hat, dass man ihn kaum noch ernst nimmt. Dabei beschreibt er etwas sehr Konkretes: Wer in einer Drucksituation als erstes reagiert, reagiert meist auf den Reiz — nicht auf die Lage. Wer kurz innehält, sieht mehr, bevor er handelt.

Das ist der Kern dessen, was ich den Mentalen Boxenstopp® nenne: keine Pause aus Schwäche, sondern ein bewusst gesetzter Stopp, der danach gezieltere, kraftvollere Bewegung ermöglicht — genau wie beim Boxenstopp im Rennsport. Der Stopp kostet sichtbar Zeit. Und genau deshalb gewinnt am Ende oft der, der ihn gemacht hat — während andere mit abgefahrenen Reifen am Streckenrand stehen.

Der Vorteil liegt in der Selbststeuerung

Der vielleicht wichtigste Gedanke des Songs steckt in einer einzigen Zeile:

„Wer sich selbst zu steuern weiß, wenn alle andern mitgerissen werden, der hat schon halb gewonnen.“

Gruppendynamik ist ein Sog. Sie funktioniert über Tempo, über Mitreißen, über das diffuse Gefühl, dass man mitmachen muss, um nicht abgehängt zu werden. Die wenigsten Menschen entscheiden sich bewusst, mitzurennen — sie merken es oft erst, wenn sie schon mittendrin sind.

Wer dagegen seinen eigenen Takt kennt — wer weiß, wann ein Reiz kommt und wie er typischerweise darauf reagiert —, kann diesen Automatismus unterbrechen. Nicht durch Willenskraft im Moment selbst, sondern durch die Übung des Stoppens, lange bevor die Drucksituation eintritt.

Das ist der Unterschied zwischen Reagieren und Führen.

Zwischen Reiz und Reaktion

Die Bridge des Songs greift einen Gedanken auf, der auf Viktor Frankl zurückgeht und der für mich seit Jahren der Ankerpunkt meiner Arbeit ist:

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt der Raum. Da liegt die Freiheit, die kein andrer uns nehmen kann, wenn wir sie nutzen.“

Dieser Raum existiert immer. Er wird nur selten genutzt, weil Schnelligkeit heute als Stärke gilt und Innehalten als Zögern missverstanden wird. Doch wer diesen Raum bewusst trainiert — täglich, in kleinen Momenten, nicht erst in der Krise —, verändert etwas Grundlegendes: Er hört auf, nur zu funktionieren, und beginnt, wirklich zu entscheiden.

Warum „Vollbremsung“ und nicht „Stillstand“

Ein wichtiger Unterschied, den der Song bewusst macht: Es geht nicht darum, auszusteigen, langsamer zu werden oder das Tempo grundsätzlich zu verweigern. Es geht um den gezielten Stopp im richtigen Moment — danach wird weitergefahren, oft schneller und klarer als vorher.

Die Pointe des Songs liegt genau hier: Während die Gruppe im Outro weiterrennt, ist die Person, die gebremst hat, bereits am Ziel. Nicht, weil sie schneller war. Sondern weil sie früher klar sah, wohin es eigentlich gehen sollte.


Der Song „Vollbremsung ist das neue Highspeed“ ist die musikalische Umsetzung dieses Prinzips — als Erinnerung daran, dass echte Stärke heute nicht darin liegt, am lautesten oder schnellsten zu sein, sondern darin, den eigenen Moment der Freiheit täglich neu zu üben.

Mehr zum Mentalen Boxenstopp®-Prinzip und wie Sie es für sich oder Ihr Team nutzen können, erfahren Sie hier: team@astridgoeschel.com

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Bild von Astrid Göschel M.A.

Astrid Göschel M.A.

Strategische Denkpartnerin für Entscheider und Inhaberin von Mentaler Boxenstopp®. Als EU-Unternehmensbotschafterin für weibliches Unternehmertum und Ambassador des European Network of Female Entrepreneurship Ambassadors arbeitet sie dort, wo wirklich gedacht wird – und wo Führung neu definiert wird.

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