Wenn Neues Stress macht: Warum Befremdungsstress Innovation gefährden kann

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In der Arbeit mit Führungskräften, Teams und Organisationen zeigt sich immer wieder:
Die größte Herausforderung im Wandel ist selten fehlendes Wissen.
Es ist der Umgang mit dem Ungewohnten – mit dem, was unsere neuronalen und emotionalen Systeme als fremd markieren.

Befremdungsstress ist der Begriff, den ich für diese unsichtbare, aber wirkmächtige Dynamik verwende.
Er beschreibt die Spannung, die entsteht, wenn neue, unvertraute Impulse auf etablierte mentale Modelle treffen – und das System reflexartig auf Abwehr schaltet.


Was passiert, wenn das Fremde auf alte Muster trifft?

Unser Gehirn arbeitet effizient: Es kategorisiert Reize sekundenschnell als bekannt = sicher oder unbekannt = potenziell gefährlich.
Diese Logik hat uns evolutionär das Überleben gesichert.

Heute jedoch, in hochdynamischen Märkten, offenen Innovationsökosystemen und kulturell diversen Arbeitswelten, kann genau dieser Mechanismus zu einer der größten Bremsen für Transformation werden.

Typische Symptome von Befremdungsstress in Organisationen sind:

  • Überbetonung von Risiken bei neuen Ideen oder Technologien
  • Rückgriff auf formale Strukturen anstelle flexibler Anpassung
  • Emotional aufgeladene Debatten ohne sachlichen Fortschritt
  • Zunehmende Vereinzelung oder Rückzug einzelner Akteure

Nicht jede Skepsis gegenüber Neuem ist negativ.
Doch wenn Befremdungsstress unreflektiert bleibt, blockiert er genau die Beweglichkeit, die Organisationen in unsicheren Zeiten benötigen.


Monsieur le Calcul: Unser innerer Schnell-Bewerter

Astrid Göschel im Dialog mit KI und dem Hirnfreundchen®

🧠🤖 Monsieur le Calcul, eine Metapher aus meinem kommenden Buchprojekt, steht für den analytischen Reflex unseres Gehirns:
„Was ich nicht kenne, ist gefährlich. Besser Alarm als Risiko.“

Dieser Automatismus erklärt, warum Veränderungen trotz guter Argumente oft auf Widerstand stoßen – nicht aus Bosheit oder Rückständigkeit, sondern weil unser System zunächst auf Selbstschutz programmiert ist.

Strategisch relevante Entscheidungen erfordern daher nicht nur rationale Analysen, sondern auch die Fähigkeit, die emotionale Basis des Handelns zu verstehen und bewusst zu steuern.

Im aktuellen Podcast-Interview mit Ina Böttcher spreche ich über „Befrdemungsstress“ und die Wichtigkeit mit Neuerungen angemessen umzugehen, um Burnout zu vermeiden.

Link zum >> Podcast WIRKUNGSVOLL findest du hier<<


Befremdung als Ressource nutzen

Befremdungsstress ist kein individuelles Versagen.
Er ist ein Signal: Etwas passt nicht in die vertrauten Muster.
Wer diesen Moment nutzen kann – für Reflexion, Kurskorrektur oder neue Perspektiven – verwandelt Irritation in Innovation.

Reflexionsfragen für Führungskräfte und Entscheider:

  • Wo reagieren wir aktuell schneller mit Abwehr als mit Exploration auf Neues?
  • Wo in meinem eigenen Denken nehme ich vorschnellen Stress gegenüber dem Ungewohnten wahr?
  • Welche kleinen Experimente könnten helfen, Befremden als Einladung zu nutzen?

Auf dem Weg: Mein neues Buchprojekt

Ich beschäftige mich bereits seit 2002 intensiv mit den neurobiologischen, emotionalen und strategischen Dimensionen von Befremdungsstress – und wie Organisationen lernen können, ihn als Impuls für echte Transformation zu nutzen. (Siehe Foto | Interview beim Kunden TWT GmbH | Süddeutschland | 2002)

Ich verweise seit über 20 Jahren auf die Wichtigkeit die emotionalen Barrieren ernst zu nehmen, wenn Innovation und Veränderung auf breiter Fläche klappen soll.

Bild: Bei der TWT auf den Fildern | SWR-Interview | sprach ich bereits 2002 darüber, warum Mitarbeiter oft Änderungen mit „stoppen“ statt „mitgehen“ beantworten.

Mein Buch „Befremdungsstress – Transformation beginnt dort, wo Klarheit unbequem wird“ befindet sich aktuell in Vorbereitung.
Es richtet sich an Führungskräfte, Entscheider, Coaches und strategische Gestalter, die Wandel nicht nur managen, sondern aktiv gestalten wollen.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einem innovativen Verlag, der meine Perspektive teilt und das Thema gemeinsam kraftvoll in die Welt bringt.

Titel:

Mehr Einblicke folgen in den kommenden Monaten.
Bleib gerne dran – und bleib neugierig.


Lust auf mehr?

Anbei das hochaktuelle Interview zum Thema. Abonniere und teile gerne den Podcast oder den Kanal von Ina Böttcher. Klicke auf das Bild und du wirst weitergeleitet.

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Astrid Göschel M.A.

Seit 20 Jahren unterstütze ich Unternehmen und Unternehmer*innen dabei, ihre Ziele auf direktem Weg und gemeinsam mit allen Beteiligten zu erreichen. Heute bin ich in der Lage, eine Komplett-Lösung anzubieten, mit der meine Kund*innen gemeinsam mit mir systematisch den Weg vom Start- zum Zielpunkt gehen – messbar, nachvollziehbar und stets erfolgreich.

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