Meine Geschichte

Mit Sprache Brücken bauen. Seit 1998.

Erst selbst am Steuer sitzen. Dann bewusst wählen, mit wem ich zusammenarbeite.

Astrid Göschel sitzt auf dem Rednerpult, hinter ihr auf der Leinwand das Logo RHETORIKA. Vortrag „Gründen mit Geist und Kultur“, Tübingen 2007
17. November 2007, Gästehaus der Max-Planck-Institute Tübingen. Tagung „Gründen mit Geist und Kultur“, mein Vortrag „Erfolg erfolgt“. Ich sitze auf dem Pult, hinter mir RHETORIKA.

So habe ich angefangen

Mein erstes Logo habe ich selbst entworfen. Ohne Agentur. Ohne Designer. Ohne Ahnung von Medien. Ich wusste nur, wofür ich stehen will.

Im Studium war Rhetorik für mich nie nur Vortragstechnik. Sie gehört zu den sieben freien Künsten, dem Trivium und dem Quadrivium. Fasziniert hat mich ein Bild: die Rhetorica, die Rhetorik als Frauengestalt. Mit C geschrieben.

Kupferstich Rhetorica XXIII: Die Rhetorik als gekrönte Frauengestalt mit Schwert, begleitet von zwei Kindern mit Fanfaren. Tarocchi-Serie E, Ferrara um 1465
Die Rhetorica: Kupferstich aus der Tarocchi-Serie E, Ferrara um 1465, unbekannter Meister. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Mit C steht man in der Akademie. Dort geht man von der Theorie in die Praxis. Ich wollte etwas anderes: die Praxis und mich verbinden. So entstand RHETORIKA. Rhetorik mit K für die Praxis. Das A für meinen Vornamen. Alles in Großbuchstaben.

Darunter die Brücke. Sie kommt aus meiner Welt, der Sprache und den Geisteswissenschaften. Ein Punkt auf jeder Seite, dazwischen zwei Linien. Mein Satz dazu: „Mit Sprache Brücken bauen.“ Mein Studium war die Vorbereitung. Ich nannte es „geistiges Kapital sichern“.

Damals · Orange und Blau
Heute · Schwarz, Weiß, Petrol

Das Logo im Detail

Jedes Element hat eine Aufgabe. Nichts davon ist Dekoration.

RHETORIK
Mit K statt mit C. Nicht die Akademie, sondern das Handwerk der Rede.
Das A
Mein Vorname. Die Person gehört zur Sache.
Versalien
Groß, schmal und hoch. Ein Wort, das steht.
Zwei Punkte
Die beiden Ufer. Sprecher und Zuhörer.
Zwei Linien
Die Brücke aus Sprache, die beide Ufer verbindet.
Der Satz
„Mit Sprache Brücken bauen.“ Das Versprechen: Verständigung wird möglich.

Woher mein Antrieb kommt

In meinen Anfängen habe ich einen jungen Mountainbike-Profi mental begleitet. Dabei habe ich zum ersten Mal die Welt hinter dem Leistungssport gesehen: Sponsoren, Wettbewerb und den Druck, der auf allen lastet. Mir wurde klar, wie viel davon im Kopf entschieden wird und wie sehr Sprache trägt.

Gemessen wird bis heute vor allem, was man sehen und zählen kann. Seitdem unterstütze ich Hochleistung dort, wo die Zahlen nichts mehr erklären.

Auf der Bühne

Im März 2005 war ich Referentin beim Mittelstandsgipfel „Horizonte 2005“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Mein Thema: der Wandel vom Mitarbeiter zum Mitdenker und die Rhetorik als Instrument zur Persönlichkeitsbildung.

Am 17. November 2007 sprach ich im Gästehaus der Max-Planck-Institute in Tübingen. Es war das Wissenschaftsjahr der Geisteswissenschaften, die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Boris Palmer. Die Tagung hieß „Gründen mit Geist und Kultur“, für Geisteswissenschaftler, die sich selbstständig machen. Mein Vortrag: „Erfolg erfolgt: Erfahrungen einer Gründerin“.

Astrid Göschel auf dem Pult sitzend, hinter ihr RHETORIKA auf der Leinwand, Tübingen 2007
Tübingen, 17. November 2007

Ich stand nicht hinter dem Pult. Ich saß darauf. Hinter mir auf der Leinwand: RHETORIKA. Auch das war schon meine eigene Form.

Warum saß ich auf dem Pult? Gefragt hat mich das damals niemand. Irritationen gab es durchaus. Dabei war die Antwort ganz schlicht: Der Hörsaal stieg nach hinten steil an. Wer vorne steht, schaut zu seinem Publikum hinauf. Mir war Augenhöhe wichtig. Also habe ich mich auf das Pult gesetzt. Das war keine Provokation, sondern Geometrie.

Seitdem weiß ich: Wer etwas anders macht, wird selten gefragt, aber oft beurteilt. Deshalb frage ich heute lieber einmal mehr nach, warum jemand etwas tut. Die Antwort ist meist einfacher und klüger als das erste Urteil.

2009 sprach ich in der Vorlesungsreihe „Entrepreneurship und Gründergeist“ im Studium Generale der Universität Tübingen. Am 8. Juni ging es um die Frage „Einsam in der Männerwelt? Warum gibt es so wenige Unternehmerinnen?“ In derselben Reihe sprachen unter anderem Prof. Günter Faltin, Prof. Reinhold Würth und Prof. Claus Hipp. Ich sprach dort als Geisteswissenschaftlerin unter Unternehmern. Schon damals war meine Überzeugung: Es kommt auf die Stärke des Konzepts an, nicht auf das Kapital.

Plakat der Tagung „Gründen mit Geist und Kultur“ am 17. November 2007 in Tübingen mit dem Vortrag von Astrid Göschel
Plakat der Tagung, Tübingen, 17. November 2007
Plakat der Vorlesungsreihe „Entrepreneurship und Gründergeist“ im Studium Generale der Universität Tübingen 2009 mit dem Vortrag von Astrid Göschel am 8. Juni 2009
Plakat der Vorlesungsreihe im Studium Generale, Universität Tübingen, 2009

Stille Performance: Wie ich unterstütze

Unterstützung hat bei mir nichts mit Lautstärke zu tun. Sie ist konkret. Schon als junge Frau habe ich mich für Menschen starkgemacht, die etwas vorhatten. Als Mentorin im Hintergrund, die von Anfang an dabei ist. Das ist vielleicht nicht mehr zeitgemäß. Ich arbeite trotzdem so, weil es wirkt.

In meinen Rhetoriktrainings habe ich bevorzugt die ruhigeren, eher introvertierten Menschen ermutigt, nach vorne zu gehen. Sie bringen oft die größere Umsetzungsstärke mit als diejenigen, die sich gern reden hören. Beides zusammen ist ideal. Ich bin froh, dass es heute mehr Unternehmer gibt, die durch Pragmatismus überzeugen. Wir brauchen sie dringend.

Auch an der Dualen Hochschule haben mich immer wieder Studierende gefragt, wie sie ihren eigenen Weg gehen können. Diese Gespräche gehören für mich zur Lehre dazu.

Ein Beispiel: Hannes Karrer besuchte im März 2009 mein Seminar „Rhetorik für Techniker“ in Stuttgart. Danach schrieb er seine Masterarbeit „Verständlichkeit bei Vorträgen mit technischen Inhalten“ im Masterstudiengang Speech Communication and Rhetoric an der Universität Regensburg. Ich habe ihn mit Gesprächen und Rat begleitet. In seiner Danksagung schreibt er, dass ich mit vielen fachlichen Gesprächen und Ratschlägen zum Gelingen der Arbeit beigetragen habe. Seine Arbeit beginnt mit einem Zitat aus meinem Seminar:

„Der Techniker fühlt sich wohl in seiner Fachsprache, in seiner fachlichen Heimat.“

In mein Exemplar schrieb er als Widmung:

„Liebe Frau Göschel, vielen Dank für das einzigartige Seminar ‚Rhetorik für Techniker‘ und die intensiven Gespräche. Auch für die entgegengebrachte Zeit und wertvolle Ratschläge ein Dankeschön. Ich wünsche viel Freude beim Lesen.“

Er hat die Unterstützung ernsthaft genutzt und das auch gesagt. Das ist nicht selbstverständlich. Und dass es Regensburg war, hat mich als Oberpfälzerin besonders gefreut.

Titelblatt der Masterarbeit „Verständlichkeit bei Vorträgen mit technischen Inhalten“ von Hannes Karrer, Universität Regensburg, 2009 bis 2010
Titelblatt der Masterarbeit, Universität Regensburg
Ausschnitt aus der Danksagung der Masterarbeit von Hannes Karrer mit Dank an Astrid Göschel für das Seminar Rhetorik für Techniker
Aus der Danksagung

Stationen

  • 1998Gründung von RHETORIKA … mit Sprache Brücken bauen. Name, Logo und Auftritt selbst entwickelt.
  • 2000 bis 2026Lehrauftrag an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, bis 2009 Berufsakademie Mosbach. Begonnen im Studiengang Bauwesen bei Prof. Dr. Pfuhl, übernommen von meinem Mentor Heinrich Fey. Seit seiner Gründung im Studiengang Digitale Medien, heute Onlinemedien. Curriculum mitbegründet, schon vor Corona mit Theorietag, Praxistag und eigenen Onlineformaten.
  • 2005Referentin beim Mittelstandsgipfel „Horizonte 2005“, Haus der Wirtschaft, Stuttgart
  • 2007Vortrag „Erfolg erfolgt: Erfahrungen einer Gründerin“, Tagung „Gründen mit Geist und Kultur“, Gästehaus der Max-Planck-Institute, Tübingen
  • 2008SPRACHINGENIEURIN … mit Sprache Brücken bauen
  • 2008Buch: „Rhetoriktrainings erfolgreich leiten. DenkBAR, MachBAR, BeobachtBAR. Eine rhetorische Reise mit Köpfchen“, managerSeminare Verlag
  • 2009Seminar „Rhetorik für Techniker“, Stuttgart, 18. und 19. März. Vortrag im Studium Generale der Universität Tübingen. Am 5. Oktober in Stockholm von der Europäischen Kommission als Botschafterin in das European Network of Female Entrepreneurship Ambassadors berufen. Bei der Berufung sprach Vizepräsident Günter Verheugen.
  • 2010Fachliche Unterstützung der Masterarbeit „Verständlichkeit bei Vorträgen mit technischen Inhalten“ von Hannes Karrer, Universität Regensburg
  • seit 2012ASTRID GÖSCHEL · ERFOLG DARF LEICHT SEIN
  • seit 2026Aufgenommen in das Netzwerk des EU-geförderten Projekts Women TechEU (Women in Tech Hub)
  • HeuteMentaler Boxenstopp® für Entscheider

Vom Anfang bis heute

Meine Marke hat sich in drei Stufen entwickelt: RHETORIKA, SPRACHINGENIEURIN und ASTRID GÖSCHEL · ERFOLG DARF LEICHT SEIN. Daraus ist heute der Mentale Boxenstopp® entstanden. Der rote Faden ist geblieben: Sprache, Haltung und die richtige Reihenfolge.

1998 · RHETORIKA · selbst entwickelt
Logo SprachINGENIEURIN mit Sprache Brücken bauen2008 · SPRACHINGENIEURIN
2012 · ASTRID GÖSCHEL

Ingenieurin oder Architektin? Ich habe mich immer als beides gesehen. Die Ingenieurin steht für Fokus und Präzision: sich intensiv in eine Sache vertiefen und in kürzester Zeit den Knackpunkt finden, das Staubkorn im Getriebe. Das hat mich fasziniert. So wurde es die SPRACHINGENIEURIN.

Die Architektin steht für das Bauen von Räumen. Dieses Denken trägt auch mein Buch HIRNBEGABT. Wir brauchen geschlossene Räume, in die wir uns zurückziehen, und offene Räume, in denen wir wirken. Entscheidend ist, selbst zu steuern, wann wir welchen Raum betreten. Und uns rechtzeitig zu schützen, bevor es zu viel wird oder andere ein Bild von uns zeichnen, das nicht stimmt.

Geschützte Räume. In lauten, aufgeregten Zeiten, in denen fast überall eine Kamera mitläuft, ist mir dieser Unterschied besonders wichtig: der offene Raum, in dem man wirkt, und der geschützte Raum, in dem etwas entstehen darf. Ich trenne beides bewusst und gestalte es bewusst. Ein geschützter Raum schützt auch Ideen und Konzepte, die noch nicht spruchreif sind.

Der Mentale Boxenstopp® ist so ein geschützter Raum. Es wird nichts aufgezeichnet, es gibt keine Mitschnitte, Handys bleiben aus. Es geht nur um uns: um Fokus, Ergebnis, Energie und Kraft. Ich sage gern mit einem Augenzwinkern: Alle guten Dinge entstehen in der Garage. Dort ist noch nichts perfekt. Aber dort wird gesät, und die Saat bekommt erst Wurzeln, bevor sie nach außen geht.

Wer in Ruhe entschieden hat, was er will, trägt seinen Ausdruck schon in sich. Genau das ist das Prinzip des Mentalen Boxenstopps.

Theorie und Praxis. Früher hieß es für mich: weg von der Theorie, hin zur Praxis. Heute arbeite ich in einer Schleife, einer liegenden Acht. Ich starte schnell in der Praxis, gehe in die Theorie und von dort wieder in die Praxis. Die Voraussetzung bleibt ein solides theoretisches Fundament.

Vom Du zum Sie. Damals habe ich auf das Du gesetzt. Heute starte ich beim Sie. Aus dem Sie kann ein Du werden, und man kann zum Sie zurückkehren. Wer beim Du beginnt, hat diesen Weg nicht mehr. Auch hier entscheidet die Reihenfolge.

Nicht nach Geschmack. Ich arbeite in Spannungsfeldern. Ich entscheide nicht danach, was mir gefällt, sondern danach, was die Sache erfordert.

Was geblieben ist. Mit Sprache Brücken bauen war für mich nie nur Kommunikation. Es war immer auch Friedensarbeit. Heute richte ich den Blick stärker auf Europa. Ein Europa, das wir neu mitgestalten müssen. Brücken aus Sprache werden dort gerade dringend gebraucht.

Lernen Sie mich persönlich kennen

Jeden 12. eines Monats, sofern er auf einen Werktag fällt, lade ich zum Mentalen Boxenstopp® für Entscheider ein. Von 12 bis 13 Uhr, online, kostenfrei, 12 Plätze. Teilnehmen können Unternehmer, die mindestens 10 Jahre am Markt sind.

Zum Mentalen Boxenstopp®Bestien-Test machen

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