Warum das Innehalten und das Denken wertschätzen von großer Bedeutung ist?

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Buch „Hirnbegabt“: Ein Auszug

Warum Innehalten und Denken wertschätzen so wichtig ist

>> Das Interview zum Buch gibt es hier <<

Der Atem vor dem Sprint

Stell dir vor, du rennst durch dein Leben – To-do-Listen, Meetings, Benachrichtigungen, Social Media, immer schneller, immer lauter. Klingt vertraut? Dann weißt du auch, wie sich das anfühlt: erschöpft, gereizt, irgendwie neben dir selbst. Genau hier setzt Innehalten an – nicht als Luxus, sondern als biologische Notwendigkeit.

Unser Gehirn ist kein High-Performance-Rechner für den Dauerbetrieb. Es braucht Pausen – Zeit zum Sortieren, Reflektieren und Wachsen.
Prof. Dr. Joachim Bauer, dessen Arbeiten ich seit meiner Ausbildung zum Wingwave®-Coach sehr schätze, beschreibt eindrücklich, wie Stresshormone wie Cortisol den präfrontalen Kortex blockieren: jenen Hirnbereich, der für kluge Entscheidungen, Empathie und Kreativität verantwortlich ist.
Auch Prof. Dr. Gerald Hüther weist darauf hin, dass nachhaltiges Lernen, verantwortungsvolles Handeln und echte Innovationsfähigkeit nur dort entstehen können, wo Menschen innere Sicherheit erleben und Räume für Reflexion haben.
Fehlt dieses Innehalten, schalten wir auf Autopilot – reagieren reflexhaft, angstgetrieben und zunehmend verengt im Denken. Klingt das nicht nach dem Zustand, den wir aktuell in vielen Unternehmen beobachten?

Innehalten ist also der Reset-Knopf. Es erlaubt dem Gehirn, aus dem Überlebensmodus in den Lernmodus zu wechseln. Und genau das macht echtes Denken erst möglich.

Denken braucht Raum

Bildkorrektur und Lernhaltung

Quelle: Bild wurde mit KI (LoveArt.AI) erstellt. Der Name „Gerschen“ ist falsch – richtig wäre Göschel. Die Frau ist auch in der Gestaltung frei erfunden.

Iteratives Arbeiten lebt von Fehlern. Sie sind nicht Makel, sondern Lernsignale. Wer perfektionistisch auf 100% Perfektion wartet, kommt nie ins Handeln.

Transparenz schafft Vertrauen. Genau deshalb nenne ich das offen: Hier war ein Fehler. Hier wird er korrigiert. Hier lernen wir gemeinsam daraus.

Das ist hirnfreundlich: Fehler nicht verbergen, sondern als Wegweiser nutzen. So entsteht echtes Vorankommen – mit Humor, Offenheit und ohne Perfektionsdruck.

Perfekt ist nur das Gestern. Heute zählt: Wir iterieren. Wir klären. Wir machen weiter.

Zurück zum Inhalt

Ständige Ablenkung raubt uns die Fähigkeit zur Tiefe. Aber Tiefe ist, wo echtes Denken entsteht – wo wir Zusammenhänge sehen, wo Intuition und Ratio sich berühren. Wertschätzung für Denken beginnt mit Raum. Mit dem bewussten „Nein“ zum Multitasking, das unser Gehirn eh nicht kann.

Studien zeigen: Wer regelmäßig innehält, verbessert nicht nur Konzentration, sondern auch emotionale Intelligenz. Das Innenleben wird reicher, die Beziehungen klarer, die Entscheidungen klüger. Innehalten aktiviert das Default Mode Network im Gehirn – jenen Bereich, der für Selbstreflexion, Kreativität und Zukunftsvisionen zuständig ist. Ohne ihn drehen wir uns im Kreis der alten Muster. Mit ihm entdecken wir neue Wege.

Innehalten heilt die Angstspirale

Erinnerst du dich an unser erstes Kapitel?

Angst frisst Hirn. Aber Innehalten ist das Gegengift. Es unterbricht den Kreislauf aus Panik → Reaktion → Reue → mehr Panik.

Stattdessen entsteht Raum für Selbstverantwortung: Ich spüre Angst, Unsicherheit, ein Gefühl des Unbehagens. Ich lasse das Gefühl zu und schaue hin statt weg. Ich entscheide bewusst, was ich daraus mache.

Das ist keine Esoterik, sondern Hirnforschung. Wenn wir innehalten, sinkt Cortisol, steigt Oxytocin. Der Vagusnerv – jener „Bremshebel“ des Stresssystems – wird aktiviert. Plötzlich atmet man freier, denkt klarer, handelt mutiger.

Und das Schönste? Innehalten ist ansteckend.

Wenn CEOS, Führungskräfte es vorleben, wagen es Teams. Wenn ein Unternehmen innehält, entsteht echte Innovation statt hektischer Hektik.

Hirnfreundlich denken – leicht gemacht

Denken wertschätzen heißt, es nicht zu einem Kampf zu machen. Es darf leicht sein. Wie wir es schon im ersten Kapitel sagten: Verneinungen wie „Das kann ich nicht“ oder „Ich hab keine Zeit“ sind geistige Bremsen. Sie fördern Stillstand.

Hirnfreundliches Denken ist stattdessen affirmativ: „Wie und wo kann ich das trainieren?“ „Gibt es eine Rallye zur Vollbremsung?“ „Gibt es eine praktische Lösung für mich?“ Das sind Fragen, die Bewegung erzeugen. Und Bewegung ist Leben.

In diesen Zeiten, in denen so vieles uns lähmen will, ist Innehalten kein Rückzug – es ist Vorbereitung auf den Sprung. Es schützt vor den „Sirenen“ (vgl. Homers Odyssee) einfacher Lösungen, vor populistischen Verlockungen, vor der Versuchung, das Denken abzugeben.

Die Kunst des bewussten Stopps

Wie fängt man an? Einfach. Mit drei Atemzügen. Mit dem Satz: „Ich halte inne.“ Mit dem Blick aus dem Fenster statt auf den Bildschirm. Mit der Frage: „Was fühle ich gerade wirklich?“

Das ist keine Zeitverschwendung. Das ist Investition in die eigene Handlungskraft. Und in die gemeinschaftliche Stärke. Denn wer innehält und denkt, inspiriert andere zum selben.Das ist die Botschaft dieses Kapitels: Innehalten ist kein Stopp, es ist der Anfang von Bewegung.
Und Bewegung ist der Anfang von allem Neuen.

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Astrid Göschel M.A.

Seit 20 Jahren unterstütze ich Unternehmen und Unternehmer*innen dabei, ihre Ziele auf direktem Weg und gemeinsam mit allen Beteiligten zu erreichen. Heute bin ich in der Lage, eine Komplett-Lösung anzubieten, mit der meine Kund*innen gemeinsam mit mir systematisch den Weg vom Start- zum Zielpunkt gehen – messbar, nachvollziehbar und stets erfolgreich.

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