Ich saß auf dem Pult: Wie ich meine Marke selbst entwickelt habe

Ich saß auf dem Pult. Wie ich meine Marke selbst entwickelt habe. Astrid Göschel

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Am 17. November 2007 sprach ich im Gästehaus der Max-Planck-Institute in Tübingen. Die Tagung hieß „Gründen mit Geist und Kultur“. Ich stand nicht hinter dem Pult. Ich saß darauf. Hinter mir auf der Leinwand stand ein Wort: RHETORIKA.

Dieses Logo hatte ich selbst entwickelt. Name, Zeichen und Auftritt. Heute erzähle ich, wie aus dieser ersten Marke über drei Stufen der Mentale Boxenstopp® geworden ist. Und warum der rote Faden derselbe geblieben ist.

Astrid Göschel sitzt auf dem Rednerpult, hinter ihr auf der Leinwand das Logo RHETORIKA. Vortrag „Gründen mit Geist und Kultur“, Tübingen 2007
Tübingen, 17. November 2007: Tagung „Gründen mit Geist und Kultur“.
Zitat Astrid Göschel: Ich stand nicht hinter dem Pult. Ich saß darauf.

Warum ich auf dem Pult saß

Warum saß ich auf dem Pult? Gefragt hat mich das damals niemand. Irritationen gab es durchaus. Dabei war die Antwort ganz schlicht: Der Hörsaal stieg nach hinten steil an. Wer vorne steht, schaut zu seinem Publikum hinauf. Mir war Augenhöhe wichtig. Also habe ich mich auf das Pult gesetzt. Das war keine Provokation, sondern Geometrie.

Seitdem weiß ich: Wer etwas anders macht, wird selten gefragt, aber oft beurteilt. Deshalb frage ich heute lieber einmal mehr nach, warum jemand etwas tut. Die Antwort ist meist einfacher und klüger als das erste Urteil.

1998: Eine Marke aus eigener Hand

Kupferstich Rhetorica XXIII: Die Rhetorik als gekrönte Frauengestalt mit Schwert. Tarocchi-Serie E, Ferrara um 1465
Die Rhetorica, Kupferstich, Ferrara um 1465. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

RHETORIKA schreibe ich mit K, nicht mit C. Rhetorica mit C steht für die Akademie. Mit K steht es für das Handwerk der Rede, für die Praxis. Das A am Ende ist mein Vorname. Die Person gehört zur Sache.

Unter den Buchstaben liegt eine Brücke aus Quadraten und Linien. Sie trägt meinen Leitsatz bis heute: Mit Sprache Brücken bauen. Damals habe ich alles in Versalien gesetzt. Klar, ruhig, ohne Schnörkel.

Drei Stufen, ein Faden

  • 1998: RHETORIKA, selbst entwickelt
  • ab 2008: SPRACHINGENIEURIN
  • seit 2012: ASTRID GÖSCHEL · ERFOLG DARF LEICHT SEIN
  • heute: Mentaler Boxenstopp® für Entscheider

Als SPRACHINGENIEURIN habe ich mich immer auch als Spracharchitektin gesehen. Die Ingenieurin sucht mit Präzision das Staubkorn im Getriebe. Die Architektin baut Räume: geschlossene Räume, in denen man sich schützt, und offene Räume, in denen Neues entsteht.

Gerade in lauten, aufgeregten Zeiten, in denen fast überall eine Kamera mitläuft, ist mir dieser Unterschied wichtig. Ein geschützter Raum schützt auch Ideen und Konzepte, die noch nicht spruchreif sind. Ich trenne den offenen und den geschützten Raum bewusst und gestalte beide bewusst.

Der Mentale Boxenstopp® ist so ein geschützter Raum. Es wird nichts aufgezeichnet, es gibt keine Mitschnitte, Handys bleiben aus. Es geht nur um Fokus, Ergebnis, Energie und Kraft. Ich sage gern mit einem Augenzwinkern: Alle guten Dinge entstehen in der Garage. Dort ist noch nichts perfekt. Aber dort wird gesät, und die Saat bekommt erst Wurzeln, bevor sie nach außen geht.

Was sich verändert hat

Das Hirnfreundchen®, der humorvolle Transformationsbegleiter von Astrid Göschel

Früher hieß es für mich: weg von der Theorie, hin zur Praxis. Heute arbeite ich in einer Schleife, einer liegenden Acht. Ich starte schnell in der Praxis, gehe in die Theorie und von dort wieder in die Praxis. Die Voraussetzung bleibt ein solides theoretisches Fundament.

Damals habe ich auf das Du gesetzt. Heute beginne ich beim Sie. Aus dem Sie kann ein Du werden, und man kann zum Sie zurückkehren. Wer beim Du beginnt, hat diesen Weg nicht mehr. Auch hier entscheidet die Reihenfolge.

Warum Sie? Und wann Du. Blogbeitrag von Astrid Göschel
Mehr dazu: Warum Sie? Und wann Du.

Und ich entscheide nicht nach Geschmack. Ich arbeite in Spannungsfeldern und frage, was die Sache erfordert.

Was geblieben ist

Mit Sprache Brücken bauen war für mich nie nur Kommunikation. Es war immer auch Friedensarbeit. Am 5. Oktober 2009 hat mich die Europäische Kommission in Stockholm als Botschafterin in das European Network of Female Entrepreneurship Ambassadors berufen. Seit 2026 gehöre ich zum Netzwerk des EU-geförderten Projekts Women TechEU.

Heute richte ich den Blick stärker auf Europa. Brücken aus Sprache werden dort gerade dringend gebraucht.

Die ganze Geschichte mit allen Stationen, den Logos von damals und heute und dem Weg von der Hochschule bis zum Mentalen Boxenstopp® lesen Sie hier: Meine Geschichte.


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Der nächste Mentale Boxenstopp® für Entscheider ist am 12. November 2026, 12 bis 13 Uhr online, kostenfrei, mit nur 12 Plätzen, für Unternehmerinnen und Unternehmer, die mindestens 10 Jahre am Markt sind. Wir schaffen gemeinsam die Vollbremsung, und Sie lernen die Vier-Wort-Formel kennen, mit der Sie auch unter Hochdruck sicher und gut entscheiden. Lernen Sie mich dort einmal persönlich kennen: natürlich intelligent statt künstlich intelligent, live statt nur über Fotos und Posts. Einmal dabei sein genügt. Danach entscheiden Sie selbst, ob diese verdichtete Form für Sie passt. Und wenn Sie jemanden kennen, für den das wertvoll ist: Empfehlen Sie den Termin gern weiter. Hier anmelden

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Astrid Göschel M.A.

Executive Advisor for Leadership Transformation & Female Entrepreneurship. Als Ambassador des European Network of Female Entrepreneurship arbeitet sie dort, wo wirklich gedacht wird – und wo Führung neu definiert wird.

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